SEO-Texte schreiben: Die komplette Anleitung für Webtexte, die Google und dein Leser liebt

Wenn du mehr Besucher auf deine Website oder deinen Blog bringen willst, musst du gute SEO-Texte schreiben. Denn Content in Form von Text ist für Suchmaschinen einer der entscheidendsten Faktoren für ein gutes Ranking.

Keine Angst, so kompliziert, wie es für dich vielleicht klingt, ist es gar nicht. SEO-Texte sind nichts anderes als Webtexte, die so optimiert sind, dass sie weit oben bei Google ranken. Google bewertet die Qualität von Webtexten anhand bestimmter Kriterien, die alle dem menschlichen Suchverhalten nachempfunden sind. Die Nutzer sollen das bestmögliche Ergebnis zu ihrer Suche erhalten.

Wenn du für deine Leser wertvollen Content erstellst, wirst du dafür von Google mit den vordersten Plätzen bei den Suchergebnissen belohnt. Und von deinen Wunschkunden mit Aufmerksamkeit, Engagement und Vertrauen.

In diesem SEO-Texte-Guide erfährst du mehr über das Thema Keyword-Recherche, genauso wie über die optimale Textstruktur. Außerdem wird er dir dabei helfen, leserfreundliche und suchmaschinenoptimierte Blogartikel zu schreiben.

SEO-Texte schreiben - die komplette Anleitung

1. Starte immer mit einer Keyword-Recherche

Bevor du überhaupt mit dem Schreiben loslegst, starte immer mit einer Keyword-Recherche. Auch wenn du sie nicht mehr so inflationär verwenden sollst wie noch vor ein paar Jahren, ist es wichtig, deine Webtexte auf bestimmte Suchbegriffe auszurichten. Nur so kann Google wissen, dass dein Text zu einem bestimmten Thema relevant ist.

Um herauszufinden, was deine Wunschkunden suchen, kannst du zum Beispiel den kostenlosen Keyword-Planer von Google Ads nutzen (du brauchst ein kostenloses Google-Ads-Konto), den KWFinder oder etwa Google Trends.

Erstelle zunächst eine Liste mit Begriffen, die im Zusammenhang mit deinem Blogartikel stehen und nach denen deine Leser suchen könnten. Stell dir vor, was deine Wunschkunden bei Google ins Suchfeld eingeben würden. Denke auch an mögliche Kombinationen mehrerer Suchbegriffe (Longtail Keywords). Einige User geben sogar ganze Fragen ein. Verwende dabei die Sprache, die deine Wunschkunden benutzen.

Die Keyword-Tools zeigen dir, wie oft deine Ideen gesucht werden und wie hoch der Wettbewerb ist. Es ist durchaus sinnvoll, nicht das populärste Keyword (das mit einem hohen Wettbewerb) zu verwenden, sondern deinen Text auf weniger umkämpfte Suchbegriffe und Longtail-Keywords zu optimieren. Du hast nicht nur bessere Chancen, dass deine Seite zu diesen Begriffen weit oben bei Google angezeigt wird. Es ist auch wahrscheinlicher, dass es die Menschen sind, die du erreichen möchtest. Viel Traffic bringt noch keine Conversions (neue Kunden oder Abonnenten). Verwende also nicht zu allgemeine, generische Keywords.

Gut ist es, wenn dein Hauptkeyword in deiner Hauptüberschrift (Titel deines Blogartikels), in deinen Zwischenüberschriften und mehrmals im Text vorkommt (erstmals möglichst weit oben im Text). Als Faustregel kannst du dir merken: Verwende dein Hauptkeyword in etwa 1 bis 2 Prozent deines Textes. Bei 300 Wörtern wäre das also drei- bis sechsmal. Mach dich aber wegen der Keyworddichte nicht verrückt: Google versteht mittlerweile Synonyme und die Absicht einer Suchanfrage recht gut.

Lies weiter: Gute Webtexte schreiben: 5 Fehler, die Google dir übel nimmt

SEO-Texte schreiben - die Keyword-Recherche

2. Vor dem Schreiben: Lege deine Textstruktur fest

Auch nach der Keyword-Recherche geht es noch nicht sofort los mit dem Schreiben. Die Struktur deines SEO-Textes ist sehr wichtig für die Suchmaschinenoptimierung und die Lesbarkeit.

Überlege dir zuerst den Aufbau deines Textes, am besten schon mit Zwischenüberschriften für einzelne Abschnitte. Sie bilden das Gerüst für deinen Webtext, an dem du dich dann beim Schreiben „entlanghangeln“ kannst. Indem du „nur“ noch die Lücken füllst, stellst du sicher, dass dein Text gut strukturiert und nachvollziehbar bleibt.

Jeder Abschnitt enthält mehrere kürzere Absätze. Um deinen Text weiter zu strukturieren, verwende Listen, Markierungen und Hervorhebungen (z. B. Fettung, kursive Schrift). Plane auch schon mit Platzhaltern, wo du später Bilder einfügst. Auch sie lockern deinen SEO-Text optisch auf. Viele Leser scannen Texte nur oberflächlich.

Es macht einfach mehr Spaß, einen Webtext zu lesen, der in übersichtlichen Häppchen daherkommt und nicht in einem Riesenblock. Vor allem an kleineren Bildschirmen hat keiner Lust, ellenlange unstrukturierte Textmonster zu lesen.

Außerdem bewegen anziehende Zwischenüberschriften deinen Leser zum Weiterlesen bis zum Ende deines Artikels. Und eine lange Verweildauer auf der Seite signalisiert Google wiederum, dass dein Content relevant ist.

Lies weiter: 3 unwiderstehliche Überschriften-Typen: Wie du Überschriften schreibst, die dir mehr Leser bringen

3. SEO-Texte müssen lesbar und relevant sein

Damit deine SEO-Texte für deine Leser und Lieblingskunden relevant sind, müssen sie ein Problem lösen, das deine Zielgruppe hat. Welche das sind, findest du durch Gespräche mit deinen bisherigen Kunden oder durch Recherche heraus. Du kannst dir zum Beispiel die Kommentare in themenrelevanten Facebook-Gruppen anschauen.

Beantworte im Text die Fragen, die dein Kunde haben könnte, ohne ihn mit Informationen zu überladen. Die Texte sollten informativ, nicht zu werblich und keinesfalls „spamig“ geschrieben sein. Das passiert zum Beispiel, wenn du Keywords in übertriebenem Maße aneinanderreihst (Keyword-Stuffing), um möglichst viele Keywords unterzubringen. Bei der Suchmaschinenoptimierung gilt immer der Grundsatz: Der Leser steht im Vordergrund!

Sprich deinen Leser direkt mit „Sie“ oder „du“ an, anstatt von „Wir“ und „Uns“ zu sprechen. Damit schreibst du aus der Perspektive des Lesers und weniger aus deiner. Ob der Leser den Inhalt deines Blogartikels nicht nur liest, sondern auch aufnimmt, hängt davon ab, wie leicht dein Text lesbar ist.

Der sogenannte Flesch-Index hilft einzuschätzen, wie eingängig ein Text ist. Der Flesch-Index basiert auf einer Formel, in die die Anzahl der Sätze, Wörter und Silben einfließt. Am Ende steht ein Wert (Flesch Reading Ease Score) zwischen 0 und 100. Je höher der errechnete Wert ist, desto verständlicher ist der Text:

0-30 Schwer
30-50 Schwierig
50-60 Anspruchsvoll
60-70 Normal
70-80 Einfach
80-90 Leicht
90-100 Sehr Leicht

Was der Index nicht bewertet, ist den Inhalt des Geschriebenen. Auch völlig sinnfreie Texte können also gut lesbar sein. Für Werbetexte und Blogartikel ist ein Wert zwischen 60 bis 70 gut. Du kannst deine Texte mit verschiedenen Online-Tools (einfach mal Flesch-Index googeln) überprüfen.

SEO-Texte schreiben - Lesbarkeit mit Flesch-Index überprüfen

Einige SEO-Plugins für WordPress nutzen den Flesch-Index und zeigen, wie gut die Lesbarkeit ist. Offiziell hat Google den Flesch-Index zwar nicht als Rankingfaktor bestätigt. Bei einem holistischen (ganzheitlichen) SEO-Ansatz ist die Lesbarkeit ohne Frage aber sehr wichtig.

Lies weiter: Schnell-Check: Mit diesen 5 Tipps verbesserst du sofort deine Blogartikel

4. Die Textlänge: Google mag ausführlichen nützlichen Content

Deine Blogartikel sollten mindestens 600 Wörter haben, denn Google mag lange Webtexte. Um deinen Lesern echten Mehrwert zu geben, reichen ein paar Sätze zu einem Thema einfach nicht aus. Wenn du wirklich eine Lösung für ein Problem bietest, wirst du automatisch einen längeren Webtext schreiben und deine Leser werden ihn auch bis zum Ende lesen.

Für einen Blogbeitrag kannst du also ruhig 800 bis 1.500 Wörter schreiben. Künstlich in die Länge ziehen solltest du deinen Blogartikel allerdings nicht. Blabla mag weder Google noch dein Leser.

5. Verlinke deine Blogartikel und Webtexte untereinander

Wenn du schon Blogartikel zu einem bestimmten Thema geschrieben hast, verlinke diese unbedingt in deinem neuen SEO-Text. Damit zeigst du, dass du dich zu einem Thema wirklich auskennst und stärkst deinen Expertenstatus bei deinen Lesern. Außerdem ist die interne Linkstruktur wichtig für das Ranking bei Google.

Denn Google betrachtet eine Seite, die viele wertvolle Links bekommt, als relevanter. Wenn du aus deinen wichtigsten Inhalten sogenannten Cornerstone-Content machst, erhöhst du die Chance, dass diese Seiten gut im Ranking abschneiden. Achte darauf, dass du sinnvolle Linktexte verwendest. Sie sollten dem Leser und der Suchmaschine einen Hinweis über den Inhalt der Zielseite geben – „hier“ ist also kein guter Linktext.

Lies mehr über die interne Linkstruktur: Was ist Cornerstone-Content und warum lieben ihn Google und deine Blogleser?

Du willst neue Ideen für Blogartikel, die du nicht schon überall gelesen hast?

Hol dir 7 ungewöhnliche Blogartikel-Ideen, die du bestimmt noch nicht ausprobiert hast!

LOS GEHT’S

6. Vor dem Veröffentlichen: Korrekturlesen deines SEO-Textes nicht vergessen

Wenn du deinen SEO-Text fertig geschrieben hast, hast du zunächst den ersten Entwurf. Feile beim Schreiben nicht an jedem Satz. Nachdem du den Aufbau mit Zwischenüberschriften festgelegt hast, solltest du deinen Text erst einmal „runterschreiben“. Das ist wichtig für einen guten Textfluss – der Webtext liest sich sonst eher holprig. Das Finetuning kommt erst beim Korrekturlesen.

Drucke deinen Entwurf als Erstes aus. Das Lesen am Bildschirm strengt die Augen mehr an, wodurch du Fehler eher übersiehst. Ich empfehle dir, deinen Text nicht im WordPress-Editor zu schreiben, sondern in einem normalen Textverarbeitungsprogramm wie MS Word oder OpenOffice Writer. Du kannst ihn einfach besser bearbeiten und auch die Rechtschreibprüfung nutzen.

Überprüfe, ob:

  • dein Aufbau schlüssig ist
  • du genügend Absätze gemacht hast
  • genügend Auflockerungen wie Bilder, Fettungen und Listen eingebaut hast
  • deine Sätze nicht zu lang sind
  • du im Aktiv statt im Passiv geschrieben hast
  • Rechtschreibung und Grammatik stimmen

Ideal ist, wenn du deinen SEO-Text zusätzlich noch mal von einer anderen Person gegenlesen lässt. Man wird einfach blind für Fehler, wenn man lange am eigenen Text arbeitet.

Formuliere anziehende Meta-Tags für deine Webtexte

Bevor du deinen Blogartikel veröffentlichst, erstelle noch die Meta-Tags für diese Unterseite deiner Website. Gemeint sind die Schnipsel, die als Suchergebnisse bei Google angezeigt werden.

Es gibt zu jeder Unterseite deiner Website (zum Beispiel zu jedem Blogartikel) einen Textschnipsel mit einem Titel (Title) und einer Beschreibung (Description), der als Suchergebnis angezeigt wird.

Dieses Schnipsel enthält:

  • einen Titel mit max. 50 Zeichen inkl. Leerzeichen
  • eine URL
  • eine Beschreibung mit max. 150 Zeichen inkl. Leerzeichen

SEO-Texte schreiben - anziehende Meta Tags formulieren

Wenn du die Meta-Tags nicht selbst erstellst, wählt Google irgendeinen Textausschnitt aus der Seite aus. Das ist meistens aber nicht gerade das, was die User zum Anklicken deines Artikels motiviert. Und wenn du schon unter den ersten Suchergebnissen landest, möchtest du, dass die User dein Suchergebnis anklicken.

Deshalb ist es besser, selbst knackige und ansprechende Meta-Tags zu erstellen (zum Beispiel mit einem WordPress-Plugin). Verwende sowohl im Titel als auch in der URL und in der Beschreibung dein Hauptkeyword. Das signalisiert deinen Interessenten, dass sie auf deiner Seite genau das finden, was sie gesucht haben.

Tipp für WordPress-Nutzer

Ein SEO-Plugin erleichtert dir die suchmaschinen- und leserfreundliche Texterstellung. Das
SEO-Plugin von Yoast zum Beispiel zeigt dir in der kostenlosen Version unter jedem Artikel an, wie gut lesbar dein Text ist und wie er aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung (SEO)
abschneidet. Du kannst dann damit auch gleich die Meta-Tags erstellen.

Hol dir meine kostenlosen Schreib- und Content-Tipps in dein Postfach!

Lerne, wie du mit guten Inhalten dein Business online bekannt machst.

HER DAMIT

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.