Diese 5 Online-Marketing-Methoden brauchst du für dein Business

Facebook, Instagram, Blog, Newsletter – fragst du dich auch, was du von alldem eigentlich für dein Online-Business brauchst? Es ist auf jeden Fall eine der häufigsten Fragen, die ich von Unternehmern höre. Schließlich haben Selbstständige wie du und ich nur begrenzt Zeit und Budget für ihr Online-Marketing.

Kein Wunder, dass viele bei all den verschiedenen Möglichkeiten und ständigen Neuerungen den Überblick verlieren und am Ende gar nicht mehr genau wissen, was sie eigentlich alles brauchen. In diesem Beitrag zeige ich dir die fünf Online-Marketing-Methoden, die dir dabei helfen, online sichtbar zu werden und mehr Kunden zu gewinnen.

Welche Online-Marketing-Methoden du wirklich brauchst

Mache nur das, was wirklich deinen Zielen dient

Wenn du genug Zeit, Mitarbeiter und Geld hast, kannst du natürlich die gesamte Online-Marketing-Palette ausschöpfen und alles Mögliche ausprobieren. Ansonsten musst du sehen, wie du deine Zeit und dein Geld so effektiv wie möglich einsetzt. Sprich, dich auf die Online-Marketing-Instrumente konzentrierst, die dir am meisten bringen.

Ich empfehle dir deshalb: Orientiere dich an deinem Verkaufsprozess, also an den Phasen, die jeder Interessent durchlaufen muss, bis er bei dir kauft. Denn dein Online-Marketing ist dafür zuständig, deine Interessenten bewusst durch diesen Prozess zu führen und sie in Kunden zu verwandeln. Mache nur das, was du in den einzelnen Phasen brauchst, um deine Ziele zu erreichen. Alles andere ist sozusagen ein Bonus. In dem folgenden Bild siehst du die 8 Phasen des Prozesses und die Online-Marketing-Methoden, die dir in der jeweiligen Phase bei deinen Zielen helfen.

Übersicht 8 Phasen und Online-Marketing-Methoden

1. Content-Marketing

Content-Marketing begleitet dich eigentlich durch den gesamten Verkaufsprozess. Denn es bedeutet nichts anderes, als deinen Interessenten zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Inhalte zur Verfügung zu stellen. Guten Content brauchst du zum Beispiel, um in Phase 1 Aufmerksamkeit zu generieren. Denn Google liebt wertvolle Inhalte und platziert die Blogs und Websites unter den ersten Suchergebnissen, die den Usern einen Mehrwert bieten. Guter Content erzeugt gleichzeitig ein größeres Engagement (Phase 2). Das heißt, nützliche Inhalte werden gern gelikt, kommentiert und geteilt. Auch um neue Abonnenten für deine E-Mail-Liste zu gewinnen, brauchst du wirklich gute kostenlose Geschenke (auch Leadmagnet oder Freebie genannt), damit dir Menschen ihre E-Mail-Adresse anvertrauen (Phase 3).

Content-Marketing bedeutet also nicht nur, regelmäßig Blogbeiträge zu schreiben (das ist auf jeden Fall ein guter Anfang). Wertvolle Inhalte helfen deinen Wunschkunden beim Lösen ihrer dringendsten Probleme. Sie kommen in ganz unterschiedlichen Formaten daher – als Texte, Bilder, Grafiken, Audio (Podcasts), (Live-)Videos. Du solltest auch immer mal verschiedene Formate verwenden. Dann bleibt es für deine Follower spannend und du sprichst unterschiedliche Lerntypen an. Viele Menschen nehmen Inhalte am besten durch visuelle Reize wahr, andere lesen oder hören lieber.

2. Social-Media-Marketing

Mit aktuell über 30 Millionen aktiven Nutzern in Deutschland (Stand: Juni 2017) ist Facebook die Plattform, um nicht nur Verbraucher, sondern auch andere Unternehmen zu erreichen. Deshalb kommst du mit deinem Online-Business eigentlich kaum an einer eigenen Facebook-Seite vorbei. Hier kannst du nicht nur deine Blogbeiträge verbreiten und Traffic auf deine Website bringen, sondern auch durch wertvolle Tipps und das Teilen fremder Inhalte Engagement erreichen. So baust du dir mit der Zeit eine treue „Fangemeinde“ auf, die dann später eher deine Produkte kauft als Menschen, die dich nicht gut kennen.

Wenn du mehr Austausch erreichen und eine Community aufbauen möchtest, ist eine eigene Facebook-Gruppe sinnvoll. Dort kannst du den Mitgliedern exklusive Inhalte wie zum Beispiel Live-Videos zu bestimmten Themen bieten. Allerdings bedeutet das auch zusätzlichen Aufwand, wenn du regelmäßig aktiv sein willst. Bedenke das, bevor du total enthusiastisch startest und dann nach kurzer Zeit wieder aufhören musst, weil du es nicht durchhältst.

Wenn du bei Facebook nur auf organisches Wachstum setzt, also nur kostenlose Inhalte verbreitest, wird es ziemlich lange dauern, bis du ein paar Facebook-Fans für deine Seite gewonnen hast. Da immer mehr Inhalte auf der Plattform erstellt werden, sinkt seit einiger Zeit die Reichweite für Beiträge. Facebook-Anzeigen sind ein gutes Mittel, um Fans für deine Facebook-Seite zu gewinnen und Besucher auf deine Website zu bringen. Außerdem sind sie nützlich, wenn du Abonnenten für deine E-Mail-Liste gewinnen willst. Du kannst zum Beispiel Anzeigen für dein Freebie (kostenloses Geschenk) schalten und die Interessenten direkt auf eine Landeseite leiten, auf der sie ihre E-Mail-Adresse hinterlassen.

Instagram, YouTube, Twitter, LinkedIn und Xing kannst du als zusätzliche Kanäle nutzen, um deine Inhalte wie Blogbeiträge, Videos und Bilder zu verbreiten und deine Bekanntheit zu steigern. Wahrscheinlich schaffst du es nicht, auf allen Kanälen regelmäßig aktiv zu sein. Deshalb sieh dir genau an, wo sich deine Wunschkunden am meisten aufhalten und konzentriere dich erst mal auf diese Plattformen.

3. E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing ist immer noch eine effektive Methode, um deine Kunden langfristig zu binden. Wenn du dir eine E-Mail-Liste aufbaust, kannst du deine Abonnenten immer direkt erreichen – ohne von den Änderungen einer Plattform abhängig zu sein (zum Beispiel sinkende Reichweite bei Facebook). Du kannst persönlicher kommunizieren und das Vertrauen in dich und dein Produkt stärken. Was du nicht machen solltest, ist, penetrant für dein Produkt zu werben. Gib deinen E-Mail-Lesern exklusive Tipps, erzähle auch mal etwas Persönliches, der Verkauf kommt später. Du kannst zum Beispiel deine Blogartikel regelmäßig als Aufhänger nehmen und deine Leser auf deine Website leiten. Konzentriere dich in deinen E-Mails immer auf ein Thema und versuche nicht, alles Mögliche unterzubringen.

Eine feste Regel, wie oft du E-Mails an deine Leser versenden solltest, gibt es nicht. Manche schicken jeden Morgen um 7 Uhr eine E-Mail an ihre Liste und die Empfänger freuen sich. Bei anderen Unternehmern wirkt es eher seltsam, wenn sie mehr als einmal pro Woche Tipps an ihre Interessenten versenden. Was für deine Wunschkunden ideal ist, findest du nur durch Tests heraus.

Mit speziellen E-Mail-Kampagnen kannst du deine Interessenten gezielt durch deinen Verkaufsprozess (siehe Bild oben) führen, zum Beispiel:

  • auf ein kostenloses Live-Webinar (Phase 4) aufmerksam machen
  • mit wertvollen E-Mail-Serien Begeisterung erzeugen (Phase 5)
  • deine Produkte verkaufen (Phase 6)
  • Empfehlungen einholen (Phase 7)
  • deine Kunden durch bestimmte Anreize motivieren, aktiv für dich Werbung zu machen (Phase 8)
4. Suchmaschinen-Marketing

Zum Suchmaschinen-Marketing gehört sowohl die Suchmaschinenoptimierung deiner Website (SEO) als auch die Suchmaschinenwerbung, also das Schalten von Anzeigen. Google hat immer noch den größten Marktanteil (über 90 Prozent in Deutschland). Deshalb kannst du dich auf ein gutes organisches Ranking deiner Website bei Google und bezahlte Google AdWords konzentrieren. Damit deine Website gut bei Google gefunden wird, gibt es verschiedene Faktoren, die du beeinflussen kannst. Es ist zum Beispiel wichtig, dass du regelmäßig wertvolle Inhalte erstellst (siehe Content-Marketing). Wenn du zum Beispiel mehrmals im Monat neue Blogbeiträge veröffentlichst, wirst du mit der Zeit deine Position in den Suchergebnissen verbessern. Hier ein paar Tipps für suchmaschinenfreundliche Blogbeiträge:

  • relevantes Thema (beginne mit einer Keywordrecherche)
  • gute Struktur (mehrere sinnvolle Abschnitte mit Zwischenüberschriften und Absätzen)
  • optimale Länge (mindestens 300 Wörter, gern auch 900 Wörter)
  • weiterführende interne Links (thematisch passende Blogbeiträge miteinander verknüpfen)

Es gibt noch weitere wichtige Kriterien wie die Ladezeit deiner Website und die Optimierung auf mobile Endgeräte (Smartphones, Tablets), an denen du ebenfalls arbeiten solltest. Dein Ziel sollten die ersten Plätze auf der ersten Seite der Suchergebnisse sein.

Da Suchmaschinenoptimierung erst nach einer gewissen Zeit wirkt, sind Google-Anzeigen ein gutes Instrument, um gleich bei Google sichtbar zu werden. Im Unterschied zu Facebook-Anzeigen erreichst du mit Google AdWords die User in dem Moment, in dem sie Interesse an einem Thema haben. Denn du schaltest Anzeigen zu bestimmten Keywords. Wenn jemand diese Suchbegriffe bei Google eingibt, wird deine Anzeige idealerweise oberhalb der normalen Suchergebnisse angezeigt. Sind deine Anzeigen relevant gestaltet, werden die Interessenten auch darauf klicken und landen auf deiner Website.

Bei Facebook-Anzeigen kannst du dafür die Zielgruppe genauer eingrenzen, weißt aber nicht, in welchem Moment du deine Wunschkunden erreichst. Also, ob sie gerade nach einer Lösung für ihr Problem suchen. Der wesentliche Unterschied lässt sich so zusammenfassen: Facebook hilft neuen Kunden, dich zu finden, während Google dir hilft, neue Kunden zu finden. Beide Plattformen haben ihre Vorteile und ergänzen sich. Deshalb ist es empfehlenswert, beides in Angriff zu nehmen.

5. Video-Marketing

Videos spielen bei gutem Content-Marketing genauso eine Rolle wie bei Social-Media-Marketing (YouTube). Es gibt aber mehrere Gründe, Video-Marketing noch einmal gesondert zu betrachten.
YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine nach Google. Wenn du dort einen eigenen Kanal hast und regelmäßig nützliche Videos verbreitest (Tutorials und Business-Content werden bei YouTube oft gesucht), können dich Millionen von Nutzern auf diesem Weg ebenfalls finden.

Außerdem landen Videos auch bei den Google-Suchergebnissen immer weit vorn. Und im 10-Jahresplan von Facebook ist das Thema Video fest verankert. Schon jetzt gibt es für Live-Videos besonders viel Reichweite bei Facebook. Um online sichtbar zu werden, ist Video also definitiv ein wichtiges Instrument.

Es ist aber auch entscheidend, um Vertrauen aufzubauen. Gerade wenn du ein Berater, Coach, Trainer oder Experte bist, ist es wichtig, dass dich deine möglichen Kunden schon einmal gesehen haben. Da spielt die persönliche Ebene eine besonders große Rolle. Deine Interessenten fragen sich vor dem Kauf deines Produktes oder Coachings: Ist mir die Person sympathisch? Kann ich ihr folgen? Mag ich die Art, wie sie Inhalte vermittelt? Diese Fragen kannst du alle beantworten, indem du sehr nützliche Videos aufnimmst (Phase 1 und 2). Und ein längeres kostenloses Live-Webinar (Phase 4) kannst du zum Beispiel nutzen, um am Ende auf dein eigentliches Produkt aufmerksam zu machen.

Womit ich gestartet bin

Es gibt nicht nur den einen richtigen Weg: Wenn du zum Beispiel auf einen Blog verzichten möchtest (wegen der Zeit), musst du andere Wege finden, um Aufmerksamkeit zu erreichen, zum Beispiel mehr Geld für Anzeigen ausgeben. Das wird sich aber auch auf das Ranking deiner Website bei Google auswirken. Da spielen neue Inhalte nun mal eine wichtige Rolle.

Für dich zur Orientierung – mit den folgenden Online-Marketing-Instrumenten habe ich angefangen:

  • Blog
  • Facebook-Seite
  • Facebook-Ads
  • Google AdWords
  • Newsletter
  • Instagram
  • YouTube

Du musst also immer genau abwägen, welche Ressourcen du zur Verfügung hast und was gut miteinander funktioniert. Wichtig ist, dass alle deine Online-Marketing-Aktivitäten deine Wunschkunden durch deinen Verkaufsprozess führen. Du musst also möglichst alle Phasen abdecken, damit aus Interessenten auch Kunden werden.

Auf welche Online-Marketing-Instrumente setzt du bisher? Was funktioniert bei dir gut, was nicht? Ich freue mich über deinen Kommentar.

Wenn dir der Beitrag weitergeholfen hat, teile ihn doch mit deinen Freunden und Bekannten. Dann kann er auch anderen helfen. Du weißt doch: Sharing is caring 😉

2 Comments

  • Hi,
    das klingt erst mal super gut und einleuchtend und nachvollziehbar.
    was aber, wenn ich kein Problem löse? Ich bin (startede) Illustratorin mit dem Schwerpunkt auf Kinderbücher – wobei man damit allein nicht auf einen grünen Zweig kommt. Mein Ziel ist es also Shops für passive Income zu füllen oder als Illustratorin engagiert zu werden.
    ich weiß kein problem das ich löse und mir fällt auch kein content ein, der nicht schon mal besprochen wurde…
    (meine website ist noch weit weg von fertig, aber immerhin habe ich heute einen Blog integriert)

    • Hi Janina! Als Illustratorin von Kinderbüchern hilfst du doch Autoren, ihre Texte und Ideen zu visualisieren. Und im Shop stellst du Illustrationen zur Verfügung für Leute, die das Bedürfnis haben, sich schöne Dinge an die Wand zu hängen (Menschen kaufen entweder aus einem Problem oder Bedürfnis heraus). Für einen Blog müsstest du dir erst mal überlegen, wen du ansprechen willst: andere Illustratoren, Mamas mit Kindern oder Verlage/Autoren/Auftraggeber. Dementsprechend unterschiedlich wäre dann der Inhalt des Blogs (zum Beispiel Tipps, DIY-Anleitungen oder Beispielprojekte). Sicherlich gibt es schon einige erfolgreiche Illustratorinnen, aber du kannst immer durch deinen eigenen Stil überzeugen. Viel Erfolg dafür!

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