3 große Irrtümer rund um die Content-Planung, die dein Business ausbremsen

„Ach, ich mach das immer ganz spontan aus dem Bauch heraus. Einen Contentplan brauche ich nicht – ich bin doch kein Blogger.“ Na, hast du dir vielleicht auch schon mal die Frage gestellt, ob du deinen Content vorausplanen solltest oder nicht? Ob dir ein Redaktionsplan wirklich etwas bringt?

Die entscheidende Frage ist: Was willst du damit erreichen, wenn du Blogbeiträge veröffentlichst? Oder bei Instagram und Facebook postest? Wenn es nur ein Hobby ist, dann kannst du auch alle paar Wochen mal neuen Content veröffentlichen.

Willst du damit allerdings dein Business online bekannter machen und Vertrauen bei möglichen Kunden aufbauen, solltest du deinen Content gut organisieren und planen. In diesem Blogartikel möchte ich deshalb mit drei großen Irrtümern rund um die Content-Planung aufräumen.

3 große Irrtümer rund um die Content-Planung, die dein Business ausbremsen

1. Die Spontaneität und Kreativität gehen verloren

Social Media ist schnelllebig. Ständig ändert sich etwas und auch in deinem Business gibt es oft Neuigkeiten. Wie sollst du da Content für einen ganzen Monat vorausplanen?

Ein Redaktionsplan ist kein starres Korsett, in das du dich hineinzwängst, sondern lediglich ein Planungstool. Erstens ist deine Planung nicht in Stein gemeißelt. Du kannst natürlich auch während des Monats noch auf News reagieren und deinen Contentplan anpassen. Außerdem fragt dich keiner ab, ob du ihn eingehalten hast oder nicht. Wenn du Veröffentlichungen verschiebst, musst du kein schlechtes Gewissen haben. Hauptsache, du streichst sie nicht ganz aus dem Plan.

Zweitens hilft dir der Redaktionsplan dabei, den Kopf frei zu haben und kreativer zu sein. Struktur bedeutet Freiheit. Wer sich vom (vermeintlich kreativen) Chaos beherrschen lässt, ist nicht frei, sondern reagiert nur noch. Du lässt dich dann von deinen vielen Ideen treiben, setzt aber wahrscheinlich nur wenige davon um. Mit einem Plan gibst du deinen Ideen eine Struktur und lässt dadurch Raum für neue. Du wirst dich entspannter und nicht mehr so getrieben fühlen, wenn du nicht jeden Tag neu überlegen musst. Den gewonnenen Platz in deinem Kopf kannst du zum Beispiel für die Erstellung des Contents nutzen.

Und: Was einmal schriftlich geplant ist, wird eher umgesetzt. Studien belegen, dass das Aufschreiben von Zielen für ein stärkeres inneres Commitment sorgt, als sie nur zu denken. Wenn du deine Ziele priorisiert notierst, nutzt du beide Gehirnhälften. Du fügst mithilfe von Papier oder einer digitalen Datei eine logisch-analytische Realität hinzu.

Wenn du deinen Content also schriftlich vorausplanst, erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, regelmäßig Content zu veröffentlichen.

2. Pläne sind aufwendig und anstrengend

Klar, du musst erst mal Zeit investieren, um deinen Contentplan für den Monat zu erstellen. Aber am Ende sparst du sie doppelt und dreifach wieder ein. Weil du dann nämlich nur noch jede Woche in deinen Redaktionsplan schauen musst und ganz genau weißt, was du wann und wo veröffentlichst. Du brauchst dich nicht mehr fragen, ob das jetzt Sinn macht oder du deinen Content effektiv genug nutzt.

Du kannst sofort loslegen mit dem Recherchieren und Schreiben. Außerdem kann du deinen Content so vorausplanen, dass du das Meiste aus ihm herausholst. Aus einem Blogartikel kannst du zum Beispiel mehrere Content-Häppchen machen. Wer seinen Content nicht vorausplant, vergisst das oft und verschwendet so seine Energie und Zeit.

Ohne Contentplan wirst du in einer Woche mal ganz viel veröffentlichen, weil du gerade einen Motivationsschub hast, in der nächsten Woche dann vielleicht wieder gar nichts. Content dauerhaft regelmäßig zu veröffentlichen, gelingt nur mit einem Redaktionsplan. Dabei planst du deine Blogbeiträge, Newsletter und Social-Media-Posts ganz regelmäßig ein und läufst nicht Gefahr, dass dir zwischendurch die Puste ausgeht.

Es ist wie beim Einkaufen. Du wirst mehr Zeit und Geld investieren, wenn du jeden Tag einfach planlos in den Supermarkt gehst und nur für den Tag einkaufst. Machst du dir dagegen eine Einkaufsliste und erledigst deinen Wocheneinkauf, wirst du am Ende mehr Zeit und Geld übrig haben.

3. Für mich alleine lohnt sich ein Redaktionsplan nicht

Content- oder Redaktionspläne werden vor allem in Redaktionen und Agenturen genutzt – dort, wo mehrere Menschen gemeinsam viel Content erstellen. Wenn du eine virtuelle Assistentin hast, die dich bei der Content-Erstellung unterstützt oder du in einem Team arbeitest, ist es absolut notwendig, einen gemeinsamen Contentplan zu haben. Ohne gute Abstimmung bleibt sonst vieles auf der Strecke. Im Redaktionsplan notierst du deshalb, wer für welchen Content verantwortlich ist und bis wann die Aufgabe intern erledigt sein muss.

Aber auch für Solo-Selbstständige, die wenig Zeit für ihr eigenes Marketing haben, ist es umso wichtiger, diese so effektiv wie möglich zu nutzen. Das geht nur mit einem Plan.

Viele Menschen motiviert ein Plan, endlich loszulegen, in die Umsetzung zu kommen. Als Selbstständiger ist Eigenmotivation ganz wichtig, weil eben niemand für deine Motivation sorgt. Mit einem Redaktionsplan tust du dir selbst etwas Gutes. Du hältst deine Ziele für den Monat schriftlich fest und wirst sie eher erreichen. Diese Erfolgserlebnisse motivieren dich, dranzubleiben und dir neue Ziele zu setzen.

Lies hier weiter: Wie dir ein Redaktionsplan bei deinem Content-Marketing hilft

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LOS GEHT’S

Wie sieht’s bei dir aus? Nutzt du schon einen Contentplan oder veröffentlichst du deinen Content spontan? Sag’s mir im Kommentar.

Teile den Blogartikel auch mit anderen Selbstständigen, die regelmäßig Online-Content veröffentlichen wollen.

2 Comments

  • Liebe Heike,
    vielen Dank für deinen Bolg-Artikel!
    Ich werde im kommenden Monat meine Homepage finalisieren und dann anfangen Blog-Artikel zu schreiben. Auch wenn es für mich tatsächlich nur als Hobby starten soll, fühle ich mich mit einem Plan besser 😉
    Meine Herausforderung ist dabei einen zu erstellen, da ich dies noch nie gemacht habe und mich dazu auch noch mit niemandem ausgetauscht habe.
    Hast du denn einen Artikel für das Vorgehen beim Erstellen eines Contant-Plans?
    Ich freue mich auf dein Feedback!
    Liebe Grüße
    Agnes

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