3 Schreibstrategien, mit denen du schneller in deinen Schreibflow kommst und produktiver bist

Blogartikel, Newsletter, Podcast-Shownotes und Social-Media-Posts: Wenn du mit guten Inhalten auf dein Business aufmerksam machen willst, kommst du ums Schreiben von Webtexten nicht herum. Das fällt der einen schwerer, der anderen leichter.

Damit du Content-Marketing regelmäßig und auf Dauer durchhältst, ist es wichtig, deinen eigenen Schreibflow zu finden. Das heißt: Das Schreiben deiner Werbetexte sollte für dich keine Qual sein, es sollte gut „fließen“.

Wie bei fast allem führen auch beim Schreiben verschiedene Wege zum Ziel, also zu einem fertigen Text. Vielen ist aber gar nicht bewusst, dass es neben dem eigenen Weg auch noch andere Schreibstrategien gibt.

In diesem Blogartikel stelle ich dir deshalb verschiedene Schreibstrategien mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Du wirst dich bestimmt in einer wiederfinden. Und vielleicht probierst du ja mal eine neue Strategie aus, um zukünftig schneller ans Ziel zu kommen.

3 Schreibstrategien, mit denen du schneller in deinen Schreibflow kommst und produktiver bist

Unterschiedliche Schreibstrategien, gleiches Ziel

Selbstständige wie du brauchen das Schreiben, um ihr eigenes Marketing zu machen. Du willst kein Profi-Texter werden. Deshalb ist mein Ziel, mit meinen Kunden ihren persönlichen Weg zum Text zu finden und nicht einfach eine Schreibstrategie vorzugeben. Sie sollen ihren Schreibflow finden.

Was aber das Wichtigste bleibt, ist das Ergebnis. Bei Webtexten ist das ein – für deinen Wunschkunden und Google – gut lesbarer und verständlicher Text. Egal, welche Schreibstrategie du nutzt – dein Webtext muss Mensch und Suchmaschine gefallen.

Und dafür gibt es nun mal bestimmte Kriterien:

  • Dein Blogartikel ist logisch aufgebaut und enthält nicht einfach deine ungeordneten Gedanken. Es gibt einzelne Schritte (zum Beispiel bei einer Anleitung) oder Tipps (bei Ratgeber-Artikeln), die du gut nachvollziehbar in separaten Abschnitten mit Zwischenüberschriften beschreibst.
  • Du hast eine Keyword-Recherche gemacht und verwendest ein relevantes Keyword mehrmals (Keyworddichte 1 bis 2 Prozent) und in verschiedenen Varianten (zum Beispiel Synonyme) im Text.
  • Dein Text ist keine Textwüste, sondern übersichtlich mit vielen Absätzen, Zwischenüberschriften, Listen, Bildern und Fettungen strukturiert.
  • Er ist gut auf kleinen Smartphone-Bildschirmen lesbar – Google hat längst auf den Mobil-First-Index umgestellt. Struktur und eine ausreichende Schriftgröße (mindestens 15 bis 16 px) fördern die Lesbarkeit.
  • Du verwendest eine einfache klare Sprache, viele Verben (wenig Substantivierungen) und schreibst aktiv („Wer macht was“ statt „Was gemacht wird“). Du baust keine unverständlichen Schachtelsätze.

Es ist wichtig, dass du am Ende noch einmal überprüfst, ob dein Text diese Kriterien erfüllt. Aufbau und Struktur sind entscheidend dafür, ob dein Leser deinen Text versteht und wertvoll findet. Und das ist letztendlich das Ziel.

Schreibstrategie 1: In einem Zug drauflos schreiben

Bei dieser Schreibstrategie schreibst du deinen Webtext einfach in einem Zug runter, ohne länger darüber nachzudenken. Du machst dir also vorher keine großen Gedanken über den Aufbau und feilst nicht an jedem Satz.

So kommst du sehr schnell ins Schreiben. Und wenn du gut im Schreibflow bist, hast du schon innerhalb von kurzer Zeit einen Text. Fertig bist du aber noch nicht, da die eigentliche Arbeit danach kommt.

Du musst noch einmal stark am Aufbau und an der Struktur des Webtextes arbeiten. Wahrscheinlich hat er noch zu wenige Sinnabschnitte und Absätze. Auch die Zwischenüberschriften musst du noch einmal überdenken oder überhaupt erst finden. Sie sind wichtig, weil sie deinen Leser zum Weiterlesen motivieren.

Frag dich auch unbedingt, ob dein Blogartikel logisch aufgebaut ist. Die Gefahr, dass er viele Gedankensprünge enthält, ist relativ groß. Dann musst du die einzelnen Gedanken sortieren, indem du sie zum Beispiel in einzelnen Schritten oder Tipps zusammenfasst.

Was bei dieser Schreibstrategie auch passieren kann: Du schreibst voll motiviert los und bleibst dann mitten im Text hängen. Du weißt also nicht mehr, wie du weitermachen sollst und hast das Gefühl, schon alles gesagt zu haben. Da du dir vorher keine Struktur überlegt hast, hast du keinen roten Faden, an dem du dich entlanghangeln kannst.

Diese Schreibstrategie ist also nur geeignet, wenn du damit wirklich schnell zu einem fertigen Webtext kommst. Wichtig ist, dass du danach unbedingt noch Struktur in deinen Text bringst. Nur so wird er verständlich und gut lesbar.

Am Ende wirst du für einen guten Blogartikel wahrscheinlich etwas mehr Zeit brauchen, als wenn du dir den Aufbau und die Struktur vorher überlegst.

Schreibstrategie 2: Geplant mit Struktur schreiben

Wenn du dir vorher Gedanken zum Aufbau und zur Struktur deines Blogartikels machst, gehörst du zu den planenden Schreibern. Du legst dir zuerst eine Gliederung deines Textes an, indem du Sinnabschnitte mit Zwischenüberschriften festlegst. Da du vorher eine gute Keyword-Recherche gemacht hast, achtest du gleich auf dein Haupt-Keyword in den Zwischenüberschriften.

Erst wenn der Aufbau in deinem Word-Dokument steht, schreibst du drauflos und füllst nacheinander die Lücken. Du arbeitest dich also von oben nach unten durch dein „Gerüst“ – von der Einleitung bis zum Schluss. Auch hier feilst du nicht an jedem Satz – das solltest du immer erst bei der ersten Korrektur des Textes machen. Sonst fließt dein Text nicht und klingt am Ende ziemlich holprig.

Durch die Vorarbeiten dauert es bei dieser Schreibstrategie etwas länger, bis du tatsächlich losschreibst. Du hast aber nach dem Schreiben schon einen logisch aufgebauten, gut strukturierten Webtext. Und die Gefahr, dass dir beim Schreiben die Puste ausgeht, ist auch gering. Denn du hast dir mit deiner Gliederung schon vorher einen roten Faden überlegt.

Mit dieser Schreibstrategie fällt es dir wahrscheinlich leichter, deine Schreibaufgabe in einer bestimmten Zeit zu erledigen. Und das ist für Selbstständige mit wenig Zeit fürs eigene Marketing besonders wichtig.

Schreibstrategie 3: Einzelne Textteile nach dem Puzzle-Prinzip schreiben

Vielleicht schreibst du die Einleitung nicht gern zuerst, sondern lieber am Ende, wenn der ganze Text steht. Weil du dann den Überblick hast und erst mal schneller ins Schreiben kommst. Dann verfolgst du wahrscheinlich eine Art Puzzle-Strategie.

Das heißt, du schreibst die einzelnen Textteile nicht in der Reihenfolge, wie sie später im Text erscheinen – wie es bei Schreibstrategie 2 der Fall ist. Du beginnst vielleicht erst mal mit deinen einzelnen Tipps, die du in deinem Blogartikel geben willst, schreibst dann den Schluss und erst am Ende eine kreative Einleitung.

Damit ein sinnvoller Text entsteht, musst du die einzelnen Textteile nur noch in die richtige Reihenfolge bringen. Du hast dir – ähnlich wie beim geplanten Schreiben mit Struktur – schon vorher einen Aufbau und eine Struktur überlegt und durch Zwischenüberschriften festgeschrieben. Das bedeutet im Nachhinein weniger Arbeit im Vergleich zu Schreibstrategie 1. Es besteht auch nicht die Gefahr, dass du den roten Faden verlierst.

Du gehst außerdem nach deinen persönlichen Neigungen und schreibst intuitiver, weil du mit den Textteilen beginnst, die dir leichter fallen. Diese Schreibstrategie ist gut für dich, wenn dir zum Beispiel immer die ersten Sätze deines Blogartikels schwerfallen. So kommst du schneller in deinen Schreibflow.

Du siehst, es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, zu einem fertigen Text zu kommen. Ich persönlich nutze Schreibstrategie 2, das geplante Schreiben mit Struktur, das besonders für geübte Schreiber geeignet ist.

Anfängern oder Menschen, denen das Schreiben nicht so leichtfällt, empfehle ich daneben auch noch Schreibstrategie 3, einzelne Textteile zu schreiben und diese dann zusammenzufügen.

Bei der ersten Schreibstrategie, dem Schreiben in einem Zug, ist die Gefahr recht groß, dass am Ende kein verständlicher, lesbarer Text herauskommt. Denn es ist schwerer, im Nachhinein Struktur in einen Text zu bringen.

Jetzt interessiert mich: Welche Schreibstrategie nutzt du? Oder wechselst du vielleicht zwischen verschiedenen hin und her? Schreib es mir im Kommentar!

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