Gute Webtexte schreiben: 5 Fehler, die Google dir übel nimmt

Gute Webtexte zu schreiben, ist definitiv ein sehr wichtiger Teil bei der Suchmaschinenoptimierung deiner Website. Google ist eine textbasierte Suchmaschine. Deshalb sind nützliche Webtexte einer der Faktoren, die das Ranking deiner Website beeinflussen.

Wenn deine Website gut bei Google gefunden werden soll, musst du Texte schreiben, die dein Leser gerne liest. Doch was heißt das heute genau? In den letzten Jahren gab es immer wieder größere Updates im Google-Algorithmus. Diese haben dazu geführt, dass die Suchmaschine Webtexte 2018 anders bewertet als zum Beispiel noch 2010.

In diesem Blogartikel zeige ich dir 5 Fehler beim Schreiben deiner Webtexte, die Google nicht so gut findet, und wie du sie vermeidest.

Gute Webtexte schreiben - 5 SEO-Fehler

1. Du lässt die Keywordanalyse weg

Einfach drauflos zu schreiben, ist keine gute Idee – besonders, wenn es um Webtexte geht. Google ist eine Maschine, die Texte nicht im eigentlichen Sinne verstehen kann. Sie braucht Anhaltspunkte, um zu bewerten, wie relevant ein Webtext für den Leser ist. Denn schließlich ist es die Aufgabe der Suchmaschine, dem User die besten Ergebnisse zu seiner Suchanfrage anzuzeigen.

Deshalb sind die sogenannten Keywords immer noch wichtig. Das sind die Schlüsselwörter, die den Inhalt deiner Seiten am besten beschreiben und mögliche Suchbegriffe deiner Website-Besucher aufgreifen. Mit einem Keyword ist nicht unbedingt nur ein einzelnes Wort gemeint, sondern es sind meistens mehrere.

Texten fürs Web beginnt daher immer mit einer guten Keywordrecherche. Du solltest damit gleich anfangen, wenn du deine Website neu erstellst. Die Keywordanalyse bedeutet übrigens nicht, einfach nur irgendwelche Wörter in ein Keywordrecherche-Tool wie den Google-Keyword-Planer einzugeben und die zu nehmen, die am häufigsten gesucht werden.

Wenn du gute Keywords für deine Website finden willst, solltest du mehrere Perspektiven betrachten.

3 Schritte für die Keywordrecherche
  1. Definiere deine Mission (kurzes Mission-Statement) und deinen USP (Alleinstellungsmerkmal): Welche Inhalte und Angebote hast du auf deiner Website?
  2. Befasse dich sehr intensiv mit deiner Zielgruppe: Was suchen deine Wunschkunden?
  3. Untersuche deine Konkurrenz: Für welche Keywords macht eine Textoptimierung Sinn und bei welchen hast du keine Chance?

Aber auch wenn du dann Blogartikel erstellst, ist es wichtig, dass du noch mal überprüfst, welche Suchbegriffe dein Leser suchen könnte. Blogartikel optimierst du meistens auf sogenannte Longtail-Keywords. Das sind längere, sehr spezifische Phrasen an Suchbegriffen, für die es einfacher ist, weit oben zu ranken. Weniger Menschen suchen danach, aber es gibt oft auch weniger Konkurrenten, die ihre Texte für genau diese Suchanfragen optimieren.

2. Du übertreibst es mit Keyword-Stuffing

Vor dem Google-Panda-Update 2011 war es eine gängige SEO-Strategie, reine SEO-Seiten für bestimmte Keywords zu erstellen. Das waren Unterseiten einer Website, die mit Keywords nur so vollgestopft waren. Für Menschen waren sie fürchterlich zu lesen. Deshalb hat man sie oft im Footer der Website versteckt.

Dieser „Ranking-Strategie“, die dem User nicht wirklich die besten Suchergebnisse brachte, hat Google seit einigen Jahren einen Riegel vorgeschoben. Das heißt, Seiten, die es mit Keyword-Stuffing übertreiben, werden dafür im Ranking abgestraft.

Wenn du also dein Keyword, für das du deinen Text optimieren willst, zu oft verwendest, wird das nicht gut bei Google ankommen. Denn für Menschen ist dein Text dann eher schwer lesbar.

Aktuell wird eine Keyworddichte von 1 bis 2 Prozent empfohlen. Wenn du in deinem Blogartikel 1.000 Wörter schreibst, sollte dein Keyword nicht mehr als 10- bis 20-mal im gesamten Text auftauchen. Verteile dein Keyword auch gut im Text und verwende es nicht nur am Anfang.

Du solltest dich nicht zu sehr auf dein Fokus-Keyword versteifen, sondern auch unterschiedliche Varianten und Synonyme deines Keywords verwenden. Dein Webtext sollte sich natürlich lesen lassen und nicht wie ein Roboter klingen.

Webtexte schreiben - Schritt 1 ist die Keywordanalyse

3. Du schreibst Webtexte nur aus SEO-Gründen

Wenn du gute Webtexte schreiben willst, musst du in erster Linie für den Leser schreiben. Google mag Texte, die für den User relevant sind. Es ist heute zum Glück keine Frage mehr, ob du für Google oder für den Menschen schreibst. Ein gutes Ranking bei Google ist vielmehr das Resultat, wenn deine Inhalte das beste Ergebnis für den User sind.

Obwohl du immer mit einer Keywordanalyse starten solltest, solltest du Webtexte nie nur aus SEO-Gründen schreiben.

Es bringt zum Beispiel nichts, irgendwelche krummen SEO-Taktiken (Black-Hat-SEO) anzuwenden. Versuche nicht, für beliebte Keywords zu ranken, die nicht viel mit deinen eigentlichen Website-Inhalten zu tun haben. Vermeide auch Duplicate Content, also Inhalte von anderen Websites einfach zu kopieren.

Schau dir lieber deine Zielgruppe ganz genau an: Welche Probleme hat sie? Was sucht sie? Welche Informationen braucht sie? Was hilft ihr? Was inspiriert sie?

Du kannst zum Beispiel Analyse-Tools wie Google-Analytics oder die Facebook-Insights nutzen (natürlich DSGVO-konform), um mehr über deine Website-Besucher und ihre bevorzugten Inhalte und Seiten zu erfahren.

Je mehr du über deine Zielgruppe weißt, umso einfacher wird es, deine Webtexte für diese Menschen zu optimieren. Wenn du weißt, was deine Zielgruppe beschäftigt, kannst du hilfreiche Webtexte wie Blogartikel schreiben. Und das wirkt sich positiv auf das Suchmaschinenranking deiner Website aus.

Webtexte müssen auf kleinen Bildschirmen von Smartphones gut lesbar sein.

4. Deine Texte sind nicht gut lesbar

Google hat längst damit begonnen, auf den Mobile-First-Index umzustellen. Das heißt, die mobile Version deiner Website wird „ausgelesen“ und bewertet, nicht mehr die Desktop-Version. Denn immer mehr Menschen nutzen die Google-Suche auf ihrem Smartphone (über 50 Prozent).

Wenn du Webtexte schreibst, ist also nicht entscheidend, wie sie auf dem Desktop aussehen. Sie müssen auf kleinen Bildschirmen gut lesbar sein. Was auf deinem Laptop leicht zu lesen ist, kann auf dem Smartphone die reinste Textwüste sein.

So erhöhst du die Lesbarkeit auf kleinen Bildschirmen:
  • Strukturiere deinen langen Text durch genügend Absätze, Zwischenüberschriften und Aufzählungen.
  • Füge Bilder, Infografiken und Videos ein, um den Text aufzulockern.
  • Hebe wichtige Wörter fett hervor.
  • Achte auf eine ausreichende Schriftgröße (15/16 px). Bei vielen Themes ist die voreingestellte Schriftgröße für Fließtext viel zu klein.
  • Vermeide lange Schachtelsätze.
  • Schreibe einfach und verständlich.
  • Schreibe im Aktiv statt im Passiv.
  • Nutze Verben statt Substantivierungen.

Bei jedem neuen Blogartikel solltest du überprüfen, wie gut du ihn auf deinem Smartphone lesen kannst.

In Zukunft werden wir Webtexte auch für die Voice-Search (Sprachsuche) optimieren, da immer mehr Menschen Sprachassistenten wie Siri, Alexa oder Google-Home für Suchanfragen nutzen.

5. Du verwendest nicht die Sprache deiner Zielgruppe

Damit sich dein Leser von deinem Webtext angesprochen fühlt, ist es wichtig, seine Sprache zu sprechen. Dafür musst du die Perspektive wechseln. Vor allem größeren Unternehmen fällt das schwer. Oftmals schaffen sie es nicht, ihre interne Unternehmenssprache nach außen abzulegen. Außerdem konzentrieren sie sich oft darauf, Features ihrer Produkte hervorzuheben. Dabei sucht die Zielgruppe nach Lösungen.

Aber auch Solo-Selbstständige hadern manchmal damit, einfach und klar zu schreiben. Vielleicht verwendest du ja auch mehr Fachsprache, als deinem Leser lieb ist. Das fängt schon bei der Suche an. Deine Zielgruppe sucht nicht nach Fachbegriffen, die dir wahrscheinlich aber ganz normal erscheinen. Einzige Ausnahme: Deine Fachkollegen sind deine Zielgruppe.

Deshalb solltest du im zweiten Schritt der Keywordrecherche (siehe Fehler 1) genau überlegen, welche Begriffe deine Zielgruppe ins Suchfeld eingeben würde. Diese drehen sich meistens um ihre Probleme. Menschen sind auf der Suche nach Gründen oder Lösungen für ihr Problem. Oftmals geben sie ganze Fragen bei Google ein. Deshalb ist es so wichtig, die Wörter zu nutzen, die deine Zielgruppe verwendet.

Schreib dir zum Beispiel Formulierungen auf, die deine Kunden und Interessenten im persönlichen Gespräch oder in Kommentaren unter deinen Blogartikeln und Social-Media-Posts verwenden.

So findest du die richtigen Keywords für deine Website und wirst auf Dauer besser gefunden. Außerdem fühlt sich dein Leser besser verstanden, wenn er dann auf deiner Website gelandet ist.

Der größte Fehler, den du beim Schreiben deiner Webtexte machen kannst: Du machst dir zu wenig Gedanken über die Qualität deiner Texte.

Gute Webtexte sind nützlich, behandeln zum Beispiel Probleme deines Wunschkunden, sind leicht lesbar und sprechen seine Sprache. Das fängt schon bei den richtigen Keywords an. Diese geben Google einen Anhaltspunkt, dass dein Text für bestimmte Suchanfragen relevant ist.

Wenn dein Leser bei dir im Vordergrund steht, schreibst du auch gleichzeitig Webtexte, die Google mag.

Lies hier weiter: SEO-Texte schreiben: Die komplette Anleitung für Webtexte, die Google und dein Leser liebt

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