Schnell-Check: Mit diesen 5 Tipps verbesserst du sofort deine Blogartikel

Wenn du kein besonderes Schreibtalent hast, ist es wahrscheinlich eine ganz schöne Herausforderung für dich, regelmäßig Blogartikel, Facebook-Posts oder Newsletter-Texte zu schreiben. Als Trainer, Berater, Coach, Dienstleister oder Start-up wirst du jedoch nicht darum herumkommen, dir mit wertvollen Tipps online einen Expertenstatus aufzubauen und damit das Vertrauen deiner potenziellen Kunden zu gewinnen. Mit dieser Strategie sind auf jeden Fall sehr viele Online-Unternehmer gerade erfolgreich.

Deshalb zeige ich dir in diesem Blogartikel, wie du mit ein paar einfachen Tipps jeden deiner Webtexte sofort verbesserst. Ich mache diesen Check übrigens selbst immer noch mit jedem Text, obwohl ich schon seit 18 Jahren mit meinen Texten Geld verdiene.

So verbesserst du sofort deine Blogartikel

Du hast gerade einen neuen Blogartikel erstellt? Super! Dann nutze jetzt die Funktion „Suchen & Ersetzen“ (Strg + F) deines Textbearbeitungsprogramms. Zukünftig kannst du natürlich gleich beim Schreiben die folgenden Tipps beachten 😉

1. Sprich deine Leser in deinen Blogartikeln persönlich an

In deinen Blogartikeln, E-Mails und Facebook-Posts gibst du deinen Wunschkunden wertvolle Tipps. Damit sie sich auch angesprochen fühlen, ist es wichtig, dass du sie direkt ansprichst. Ich sehe es häufiger, dass gerade ungeübte Schreiber gerne das allgemeine unpersönliche „Man“ verwenden.

Stell dir vor, dein Wunschkunde liest so einen Text – alleine vor seinem Laptop oder auf seinem Handy. Warum sollte er sich persönlich angesprochen fühlen, wenn du eine undefinierte Gruppe, also alle möglichen Leute, ansprichst?

Du baust sofort viel mehr Nähe auf, wenn du in deinen Ratgeber-Texten deine Wunschkunden direkt ansprichst. Ob du „du“ oder „Sie“ verwendest, hängt von deiner Zielgruppe ab und wie du generell mit ihr kommunizieren möchtest. Manche fühlen sich in der Zusammenarbeit mit einem „Sie“ wohler, obwohl es mehr Distanz schafft als das „Du“. Finde es für dich heraus und bleib dann dabei. Zwischen „Sie“ und „du“ hin und her zu wechseln, geht auf jeden Fall nicht.

Schnell-Check: Suche „man“ in deinem Text und ersetze es möglichst durch „du“ oder „Sie“.

2. Verwende mehr Verben in deinen Blogartikeln

Was Blogartikel verständlicher und lebendiger macht, sind Verben. Warum wirken wissenschaftliche Arbeiten und Texte von Behörden steif und umständlich? Genau, weil sie viele Substantive verwenden. Oft tauchen diese sogar noch aneinandergereiht in geballter Form auf. Dann wird es richtig kompliziert und anstrengend.

Das möchtest du natürlich nicht für deine Leser. Deine Blogartikel und anderen Onlinetexte sollen sich locker und leicht lesen lassen, damit deine Interessenten sich ganz auf deine wertvollen Inhalte konzentrieren können.

Schnell-Check: Da viele substantivierte Verben auf „-ung“ enden, suche „ung“ in deinem Blogartikel. Bestimmt kannst du einige Substantivierungen ganz einfach durch ein Verb austauschen.

3. Sag in deinem Blogartikel, wer was macht

Behörden und Politiker verwenden sie gerne: Passiv-Konstruktionen. Da WIRD alles geprüft, mitgeteilt, erlassen … Klar, wenn man nicht sagt, wer etwas macht, ist man persönlich nicht verantwortlich und kann sich gut verstecken. Nicht umsonst muss man die Schreiben von Behörden oder die Reden von Politikern meist zweimal lesen oder hören, um den Sinn zu verstehen.

Wenn du deine Blogartikel frischer machen möchtest, formuliere deine Sätze besser im Aktiv statt im Passiv. Sag also, „wer etwas macht“ und nicht „was gemacht wird“. Sonst fehlt dem Leser die oft so wichtige Information, wer der Akteur ist.

Schnell-Check: Suche in deinem Webtext nach „werden“ und „wird“ und teste, ob es besser klingt, wenn du den Akteur in den Satz einfügst. Achtung: Das Hilfsverb „werden“ kommt auch im Futur 1 vor. Wenn du über etwas sprichst, das in der Zukunft passiert, muss „werden“ natürlich bleiben.

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4. Sprich auf Augenhöhe mit deinen Lesern

In Blogartikeln tauchen oft die Verben „müssen“ und „sollen“ auf: „Um mehr Kunden zu gewinnen, solltest du … musst du …“. Ja, du möchtest deinen Lesern Empfehlungen geben. Wenn du dabei aber zu oft „solltest du“ und „musst du“ verwendest, klingt es schnell oberlehrerhaft.

Eigentlich willst du aber mit deinen Wunschkunden auf Augenhöhe sprechen und nicht von einer erhöhten Position aus, oder? Es ist durchaus möglich, diese Formulierungen zu reduzieren: Statt zum Beispiel „solltest du XY ausprobieren“ kannst du auch „es ist wichtig, dass du XY ausprobierst“ sagen oder „probiere XY doch einfach mal aus“.

Schnell-Check: Suche in deinem Blogartikel nach „musst“ und „solltest“ und ersetze es durch eine der genannten Varianten.

5. Formuliere klar und selbstbewusst in deinen Blogartikeln

Einige Texter möchten sich besonders höflich ausdrücken und verwenden deshalb meist automatisch Modalverben (können, dürfen etc.) und den Konjunktiv („Ich würde mich freuen, wenn …“). Der Konjunktiv ist die Möglichkeitsform und steht für etwas Unwahrscheinliches, Irreales.

Wenn du möchtest, dass dir jemand vertraut, ist es besser, klar zu deinen Äußerungen zu stehen. Es klingt gleich viel eindeutiger und selbstbewusster, wenn du „könntest du“ oder „würde ich“ aus deinen Texten verbannst.

Schnell-Check: Suche in deinem Blogartikel zum Beispiel nach „würde“, „kannst“ und „könntest“ und lasse es weg, wo es möglich ist.

Betrachte diese Tipps bitte nicht als absolut. Manchmal kann es schon sinnvoll sein, zum Beispiel ein Passiv oder ein „Man“ (siehst du in diesem Text) zu verwenden. Das Gefühl dafür wirst du entwickeln, je mehr du schreibst 🙂 Viel Spaß beim „Üben“.

Lies weiter: 3 unwiderstehliche Überschriften-Typen: Wie du Überschriften schreibst, die dir mehr Leser bringen

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, welchen Tipp du besonders hilfreich fandest. Und sag es auch weiter: Teile den Blogartikel mit anderen Selbstständigen und Bloggern!

2 Comments

  • Auch dieser Beitrag von dir hat mich sehr angesprochen. Im Grunde sind es „simple“ Tipps, auf die ich aber selber nicht gekommen wäre. Spannender Weise haben sie mich aber dazu gebracht zu sagen „hey das schaffe ich“ „ich fange jetzt mit meinen Texten endlich an“.

    • Danke, Katrin! Oft ist ja das Einfache genau das Schwere 🙂 Es ist toll, dass dich der Blogartikel zum Anfangen ermutigt hat. Den Rest kannst du Stück für Stück lernen.

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